Gute Schule 2020 startet in Essen

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Nach langen Vorplanungen wird es nun auch in Essen konkret beim Landesprogramm „Gute Schule 2020“. Die nun zur Beratung und Beschlussfassung vorliegende Liste umfasst 23 Projekte, bei denen Schulen saniert, um- oder sogar neu gebaut werden sollen.

Manfred Reimer

„Diese Liste macht deutlich, wie dringend wir das Geld brauchen für moderne Schulräume, in denen das Lernen auch Spaß macht. Das Vorgehen der Verwaltung, die ausgewählten Standorte möglichst umfassend in den Blick zu nehmen, ist sinnvoll“, erklärt Manfred Reimer, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Deutlich werde aber auch, dass das Landesprogramm nur ein Startschuss sein kann. Im Weiteren komme es darauf an, die unterschiedlichen Investitionstöpfe von Land und Bund mit den stadteigenen Haushaltsmitteln zu verzahnen und möglichst effizient zu verplanen.

„Wir sind sehr dankbar für die Finanzhilfe der Landesregierung, ohne die Neubaumaßnahmen in diesem Volumen nicht vorstellbar wären. Wir haben aber auch immer deutlich gemacht, dass die zusätzlichen Gelder auch zusätzlich verausgabt werden müssen und nicht nur dem städtischen Haushalt zugutekommen dürfen. Welchen Kraftakt das für die Verwaltung bedeutet, ist uns dabei bewusst. Nach wie vor fordern wir daher, die betroffenen Bereiche personell und organisatorisch dazu in die Lage zu versetzen, das enorme Investitionsvolumen in den nächsten Jahren auch abarbeiten zu können“, verdeutlicht SPD-Ratsfrau Janine Laupenmühlen, Vorsitzende des Schulausschusses.

Janine Laupenmühlen

Besonders freut sich die SPD-Ratsfraktion darüber, dass neben dringend benötigten Schulerweiterungen auch einige Neubauprojekte mit den Landesgeldern möglich werden. „Moderner Schulraum ist manchmal im Bestand nicht mehr zu verwirklichen. Die Gesamtschule Bockmühle etwa muss als älteste Essener Gesamtschule derzeit mit einer nicht hinnehmbaren Bausubstanz leben. An anderen Standorten sieht es nicht besser aus. Hier macht nur ein Teilabbruch mit anschließendem Neubau Sinn. Gleichzeitig birgt dieses Vorgehen auch die Chance, den Schülerinnen und Schülern etwa mit einer neuen Kantine, in der das Mittagessen der Schülerinnen und Schüler frisch zubereitet werden könnte, den Schulalltag deutlich aufzuwerten“, führt Janine Laupenmühlen aus.

Die SPD-Ratsfraktion werde sich die nun vorliegenden Pläne genau anschauen, um sie auch im Detail bewerten zu können. „.Wir bedanken uns aber schon heute bei allen Beteiligten innerhalb der Stadt Essen für diese gute Vorarbeit“, so Manfred Reimer.